Welche Haushaltsgeräte verbrauchen am meisten Strom?

Ein Zweipersonenhaushalt verbraucht jährlich etwa 3500 Kilowattstunden. Das entspricht einer Stromrechnung von ungefähr 1000 Euro. Um den Verbrauch zu decken, wird eine halbe Tonne Steinkohle benötigt. Eine Windkraftanlage müsste sich einen halben Tag lang drehen.

Es gibt ein paar nützliche Hinweise, mit denen man den Stromverbrauch regulieren kann. Um Geld zu sparen, kann man beispielsweise den Stromanbieter wechseln. Was viele Leute unterschätzen, ist die Anzahl der Geräte im Haushalt, die unnötig Energie verbrauchen. Welche das sind, wird im Folgenden erläutert.

Einer der größten „Stromfresser“: der Kühlschrank

Einer der größten „Stromfresser“ überhaupt befindet sich in der Küche. Die Rede ist vom Kühlschrank. Dieser verbraucht besonders dann viel Energie, wenn er alt, groß und zudem auch noch leer ist. Während alte Kühlschränke einen täglichen Verbrauch von 0,84 Kilowattstunden aufweisen, verbrauchen moderne Geräte gerade einmal 0,36 Kilowattstunden am Tag. Das macht über einen langen Zeitraum viel aus, denn schließlich läuft ein Kühlschrank i.d.R. 365 Tage im Jahr. Befindet sich der Kühlschrank in der Nähe einer Wärmequelle (z.B. Heizkörper), beeinflusst das die Kühlfunktion, wodurch noch mehr Strom benötigt wird.

Nicht nur neue Kühlschränke verbrauchen weniger Strom als ältere Modelle. Selbiges gilt auch für Gefriertruhen, Elektroherde und Waschmaschinen. Besonders sparsame Kühlschränke usw. erkennt man an einer Kennzeichnung mit dem Siegel „A +++“. Doch Obacht! Die Energieklassen werden in naher Zukunft geändert bzw. wird die Übersicht vereinfacht: Schon bald gibt es keine „Pyramide“ mehr, die von „A+++“ bis „D“ reicht, sondern die Pyramide reicht dann von „A“ bis „G“.

Fernseher, Blur-ray-Player und andere Geräte mit Stand-by-Lämpchen

Kühlschränke und andere Großgeräte sind aber längst nicht die einzigen „Stromfresser“ im Haushalt. Auch im Wohnzimmer „ziehen“ diverse Geräte dem Verbraucher im wahrsten Sinne des Wortes „das Geld aus der Tasche“. Zu diesen Geräten gehören der Fernseher, die Hi-Fi-Anlage und der DVD- bzw. der Blu-ray-Player. Während des Nichtgebrauchs erwecken die roten Stand-by-Lämpchen den Anschein, dass die Geräte keinen Strom verbrauchen. Das mag auf ein einzelnes Gerät vielleicht auch zutreffen, allerdings summieren sich die Kosten durch den Stand-by-Betrieb von mehreren Geräten, sodass hohe Energiekosten entstehen können. In Deutschland verbrauchen Geräte im Stand-by-Modus jedes Jahr immerhin 14 Milliarden Kilowattstunden. Das entspricht so viel Strom wie zwei Kraftwerke in einem Jahr produzieren können. Außerdem werden hierdurch 10 Millionen Tonnen CO2 in die Luft befördert. Wer den Stromverbrauch seiner Geräte kontrolliert, spart also nicht nur Geld, sondern schont auch die Umwelt.

Weitere „Stromfresser“

In einem Haushalt gibt es viele weitere technische Geräte wie z.B. ein PC, ein MP3-Player und eine Playstation oder eine andere Spielekonsole. Auch diese Geräte verbrauchen mehr Strom als manch einer denken mag. Ein sehr schneller Computer mit einer leistungsfähigen Grafikkarte benötigt im Jahr beispielsweise etwa 700 Kilowattstunden. Es gibt aber auch Geräte, die bei ähnlicher Leistung gerade einmal 100 Kilowattstunden brauchen. Wer langfristig Geld sparen möchte, sollte beim Kauf eines PCs unbedingt auf dessen Verbrauch achten.

Nehmen Sie sich vor „Schein-Aus-Geräten“ in Acht!

Besondere Vorsicht gilt bei den sogenannten „Schein-Aus-Geräten“. Diese „Stromfresser“ saugen selbst dann Energie aus der Steckdose, wenn das Stand-by-Licht erloschen ist. Verantwortlich hierfür ist der Transformator, welcher die Spannung zwischen dem jeweiligen Gerät und dem Stromnetz regelt. Zu derartigen Geräten gehören u.a. Scanner, Laufbänder, Tischlampen und gewisse Fernseher. Der Stromverbrauch lässt sich nur vermeiden, wenn man den Stecker der Geräte zieht. Eine Alternative ist die Anschaffung einer Steckerleiste samt Schalter: Werden die angeschlossenen Geräte nicht benötigt, kann man einfach den Schalter betätigen und somit Strom sparen.

Strom sparen und der Umwelt etwas Gutes tun!

Wer Strom sparen will, sollte sich vor der Anschaffung eines Haushaltsgeräts stets über die Energieeffizienzklasse und über weitere Eigenschaften des Geräts informieren. So spart man nicht nur Geld, sondern tut auch der Umwelt etwas Gutes!