Was kostet eine Kilowattstunde in Deutschland?

Im Jahr 2013 kostete eine Kilowattstunde Strom durchschnittlich 28,8 Cent. Dieser Preis stieg im Folgejahr auf durchschnittlich 29,1 Cent an. Im Jahr 2015 konnte ein leichter Rückgang verzeichnet werden und 2016 stagnierte der Preis für eine kWh. Seit Beginn 2017 hat der Strompreis einen neuen Rekordwert erreicht: Derzeit zahlen die deutschen Bürger durchschnittlich 29,16 Cent pro Kilowattstunde. „Alles Willkür“, mag der Otto Normalverbraucher denken. Doch wie setzt sich der Preis pro kWh zusammen?

So setzt sich der Preis pro kWh zusammen

Im Allgemeinen besteht der Strompreis aus drei Hauptkomponenten und zwar aus den Kosten für die Erzeugung und den Vertrieb, aus den Kosten, die für die Nutzung des Stromnetzes anfallen (sog. Netznutzungsentgelt) sowie aus gewissen Steuern, Abgaben und Umlagen. Den größten Anteil am Strompreis machen die Steuern und die Abgaben aus. Mit 55 Prozent liegen diese vor den Erzeugungs- und Vertriebskosten, welche im Jahr 2017 lediglich 19,3 Prozent des Preises pro kWh ausmachen. Demnach sind 25,7 Prozent der Stromkosten im Jahr 2017 auf die Nutzungsentgelte zurückzuführen.

Achtung vor Anbietern, die keine Grundgebühr erheben!

Der Preis pro Kilowattstunde ist bei dem Vorhaben, die Stromrechnung zu begrenzen, zunächst zweitrangig, denn der Preis hängt letztendlich vom Stromanbieter bzw. vom jeweiligen Tarif ab. Das heißt, der Endpreis setzt sich nicht nur aus dem Preis pro kWh, sondern auch aus der monatlichen Grundgebühr zusammen.

Es gibt auch Anbieter, die damit werben, dass sie keine Grundgebühr erheben. Klingt zunächst sehr vielversprechend, denn dadurch würde man schließlich eine Menge Geld sparen. Das Manko an diesen Angeboten: Die Anbieter verheimlichen, dass sie im Durchschnitt einen höheren Preis je kWh haben als Anbieter, die eine Grundgebühr erheben. Aus diesem Grund sollte man sich vor dem Abschluss eines neuen Vertrags stets ausgiebig über die Bedingungen des Vertrags und über Angebote von anderen Anbietern informieren! Der Vergleich zahlt sich immer aus! 

Der Strompreis-Vergleich zahlt sich in jedem Fall aus

In Deutschland ist noch immer jeder zweite Haushalt unter Vertrag des lokalen Versorgers. Hierbei handelt es sich um einen Grundversorgungstarif. Das bedeutet im Großen und Ganzen, dass man den möglichst teuersten Preis zahlt. Wie gesagt, ein Strompreis-Vergleich zahlt sich aus! Die Unterschiede können jährlich, je nach Region und Verbrauch, zwischen 150 und 400 Euro betragen.