Ab wann sollte man alte Geräte aussortieren?

Strom wird immer teurer. Das ist für die meisten Verbraucher nichts Neues. Wer seine Stromrechnung begrenzen möchte, muss in neue Geräte investieren, zumindest, wenn die eigenen Haushaltsgeräte bereits älter als 10 Jahre sind. Doch ab wann lohnt sich das Aussortieren der alten Geräte tatsächlich?

Der Verbrauch von alten und neuen Geräten

Haushaltsgeräte machen etwa die Hälfte der Stromrechnung aus. Den größten Anteil haben dabei Kühlschränke und Gefriertruhen. Diese machen laut Statistiken etwa 20 Prozent der Rechnung aus. Demgegenüber fallen auf das Kochen und das Backen etwa 9 Prozent der Rechnung und 7 Prozent sind auf das Waschen und das Trocknen der Kleidung zurückzuführen.

Laut weiteren Statistiken sind die Haushaltsgeräte in über 15 Prozent der deutschen Haushalte älter als 14 Jahre. Diese alten Geräte verbrauchen deutlich mehr Strom als neue Modelle. Eine Kühl-Gefrierkombination, welche älter als 15 Jahre ist, benötigt etwa 590 Kilowattstunden im Jahr. Demgegenüber verbraucht ein Neugerät etwa nur 150 kWh. Das entspricht einer jährlichen Ersparnis von über 115 Euro. Dasselbe gilt für Wäschetrockner: Alte Modelle benötigen bei regelmäßigem Gebrauch rund 580 kWh, neue Geräte hingegen nur knapp 220 kWh – eine Kostenersparnis von immerhin rund 95 Euro im Jahr.

So kann man Strom sparen

Nun aber zurück zur Ausgangsfrage: Ab wann sollte man ein altes Gerät durch ein neues austauschen? Um das herauszufinden, kann man ein Strommessgerät für die Steckdose verwenden. Dieses wird einfach zwischen den Anschluss des jeweiligen Haushaltsgeräts und die Steckdose „geschaltet“. So lässt sich der Energieverbrauch des Geräts bestimmen. Die jährlich entstehenden Kosten können mit dem Stromverbrauch eines neuen Geräts verglichen werden. Auf diese Weise lässt sich der Kosten-Nutzen-Faktor der Neuanschaffung bestimmen. Das folgende Beispiel dient der Verdeutlichung.

Hat man einen Kühlschrank der Energieeffizienzklasse „A“ für 680 Euro erworben, erzeugt dieser in 14 Jahren Nutzung Stromkosten in Höhe von etwa 1140 Euro. Demgegenüber verbraucht ein Gerät der Effizienzklasse „A++“ (Preisbeispiel: 870 Euro) weniger Strom und zwar in 14 Jahren nur etwa 700 Euro. Das entspricht einer Kostenersparnis von ungefähr 250 Euro. Die höheren Kosten bei der Anschaffung werden also während des Betriebs wettgemacht. Als Faustformel gilt, dass Kühlschränke und Gefriertruhen der Energieeffizienzklasse „A++“ oder „A+++“ bis zu 50 Prozent weniger Strom verbrauchen als Geräte der Klasse „A“. Ähnliches gilt für diverse andere Haushaltsgeräte.

Weitere Tipps

Unabhängig von der Energieeffizienzklasse der Haushaltsgeräte sollte man darauf achten, wie man die Geräte nutzt, denn auch so lässt sich bereits Geld sparen! So sollte beispielsweise vermieden werden, dass der Kühlschrank neben einem Heizkörper steht. Sogenannte verdeckte Stromfallen sind die Ladegeräte von Laptops und Handys: Diese saugen auch Strom, wenn gar kein Endgerät angeschlossen ist. Wer seine Geräte bei Nichtgebrauch nicht nur ausschaltet, sondern auch absteckt, kann im Jahr also bereits einige Euros sparen.